press


Reviews CD Music For The Slaved New World

www.the-gothicworld.de Das ist doch mal wieder ein Geniestreich, der so schwer in Worte zu fassen ist, dass ich nur ausrufen möchte: "ANHÖREN!!!"

Wie soll man auch die Musik einer Truppe beschreiben, die gnadenlos und ohne Rücksicht Industrial, Wave, Dance, Heavy und Synthiepop zusammenmixt. Deren Sänger sanft singen kann, um im nächsten Augenblick böse los zu growlen. Eine CD die so voller genialer Brüche, Melodiebögen, Elemente und Stimmungen ist, das sie gleichzeitig, aggressiv, poppig, tanzbar, besinnlich und komplex ist. Wie gesagt, ich finde es schier unmöglich dieses gelungene Experiment zu beschreiben, aber eines bleibt am Ende übrig. In einer Zeit des musikalischen Stillstands, wo es immer schwerer wird, einen eigenständigen Sound zu kreieren, ist THE COUNT zumindest dies gelungen. Und allein dafür gebührt ihnen mehr als nur bloße Aufmerksamkeit.

Mit Vergleichen muss man hier vorsichtig umgehen. Aber wer Mut hat, Neues zu entdecken und mit einem der oben genannten Musikstile etwas anfangen kann, sollte zugreifen.

Zwei Wermutstropfen bleiben am Schluss.
Erstens ist die Scheibe viel zu kurz. (Scheint eher ne EP zu sein?)
Und bei der Covergestaltung hätte ich mir mehr Kreativität gewünscht.
Aber was soll's? Die Jungs sind eben Musiker und keine Graphiker, und da ist es mir dann doch lieber, wenn sie ihre Energie dort umsetzen wo sie es am Besten können.

Thomas Sabottka für GOTHICWORLD
www.metal.de Nach ihrer ersten Demo-CD "Leave humanity in dust" erscheint mit "Music for the slaved new world" nun eine neue 6-Track-EP der jungen Band aus Koblenz. Das Lineup von The Count besteht aus Oliver Rohm (Vocals), Martin Becker (Guitars), Manuel Tragl (Bass) und Jens Götz (Synths).

Muskalisch bieten die Jungs eine hörenswerte Mischung verschiedenster Stile. Der Sound von The Count ist gekennzeichnet durch eine Mischung aus Metal, Wave, Gothic & Elektro und macht die Band somit für ein breites Publikum interessant. Die Vocals von Oliver Rohm sind mal düster und böse, dann wieder sanft und einfühlsam. Ebenso die Melodien - mal verspielt, dann wieder aggressiv. Für weitere Abwechslung sorgen weibliche Vocals beim meiner nach besten Track "Lichtertanz", dem einzigen Song auf der EP mit deutschen Lyrics. Auch beim starken Opener "The latest creation" ist die junge Dame namens Mina zu hören.

"Music for the slaved world" bietet somit eine interessante Mischung aus Härte und Melodie, die sowohl Anhängern aus dem Metalbereich als auch dem ein oder anderen Elektrofan gefallen dürfte. Wer nun neugierig geworden ist, findet weitere Informationen unter http://www.thecount.de, wo man die CD übrigens für läppische 16 DM (+ 4 DM Porto) bestellen kann. Viel falsch machen kann man dabei nicht, denn von The Count wird man in Zukunft bestimmt noch hören ...

Punkte: 8/10
(Phoenix / 05.11.2001)

www.amboss-mag.de Bereits mit ihrem letztjährigen Debüt "leave humanity in dust" konnten uns die Vier aus Andernach überzeugen. Allerdings stieß ihr kompromissloser Stilmix aus Gothic, Metal, Elektro und Industrial auf überraschte Ohren.

Auch auf dem aktuellen Werk läßt man der Abwechslung freien Lauf. Das beginnt bei den Texten, welche teils in Deutsch, teils in Englisch intoniert werden. Es führt sich fort in den Vocals, die zwischen melodischer Wärme bis hin zu bedrohlicher Abgedrehtheit wandeln. Die Musik wechselt zwischen dunkler Elektronik, harten Riffs und poppigen Melodien. Eine wilde Kreuzung zwischen Visage und Ever Eve mit einem Hauch Sigue Sigue Sputnik. Im Opener "the latest creation" treffen verzerrte Elektronik auf liebliche Keyboardklänge, das ganze unterlegt mit einem schleichenden, dunklen Beat. Der beginnende Sprachgesang verwandelt sich in kürzester Zeit zum abgrundtiefen Krächzen, und wird von betörenden Backing Gesang zum dunklen Erzähler verwandelt. Klassisch angehauchte Keyboardpassagen und die düstere Langsamkeit erzeugen eine traurige Atmosphäre. "XLII" ist ein treibender Gothic Rock Song, der mit Zigaretten geschwängerten Gesang dargeboten wird. Auch dieser Song ist mehreren Wandlungen unterworfen. Sehr ruhige Passagen wechseln in wildes Drumming und aggressiven Riffs. Trotz aller Abgedrehtheit sorgen die melodisch gespielten Synths immer wieder für ein Gefühl der Harmonie.

Während Sänger Oliver im verträumten "Lichtertanz" die romantischen Züge seiner Stimmbänder nach außen kehrt, entlockt er ihnen im folgenden "final Solution" bösartige Rauhheit.

Auch nach mehrmaligen Hören dringen immer noch neue Facetten, dieses an Abwechslung reichen Werkes, in die Gehörgänge. Emotionale Musik, welche jegliche menschliche Gefühlswelt zum Ausdruck bringt. Ein schönes Cover Artwork und die perfekte Produktion runden das Teil ab. The Count sollte, nein, muß man sich merken. Info: www.thecount.de (andreas)